Die Depressionen als Volkskrankheit

Die Depressionen als Volkskrankheit

Posted by Redaktion in Psychotherapie 28 Jun 2014

Die Depression ist eine Volkskrankheit. Sie ist weiter verbreitet als wir es glauben und wird von vielen unterschätzt. Depression entsteht durch verschiedene Umstände, die einen erheblichen Einfluss sowohl auf das Berufs- als auch das Privatleben haben. Mit der richtigen Behandlung kann schon binnen kurzer Zeit ein Fortschritt erreicht werden, jedoch dauert die komplette Behandlung der Krankheit eine längere Zeit.

Wie wird eine Depression hervorgerufen?

Vielerlei Faktoren können eine Depression hervorrufen. Traumatische Erinnerungen an eine schlimme Kindheit als Beispiel können noch Jahre später Depressionen verursachen. Gewalt im Elternhaus, Ablehnung durch nicht Zufriedenstellen der Eltern oder Erniedrigungen sind einige der Gründe für das Ausbrechen einer depressiven Erkrankung. Des Weiteren können sehr ausgeprägte Zukunftssorgen, wie schwere körperliche Erkrankungen, aber auch ein mögliches Versagen im Berufs- oder Privatleben Ursachen für eine Depression sein. Schuldgefühle können ebenfalls Depressionen hervorrufen. Diese Schuldgefühle können durch uns selbst verursacht werden, wie ein schlechtes Gewissen gegenüber einer nahestehenden Person. Sie können uns aber auch von anderen Personen vorgeworfen werden, wie Familienmitglieder, Freunde oder zu Schulzeiten von unseren Lehrern.

Verhaltensänderungen der Betroffenen

Eine Depression kann viele verschiedene Symptome mit sich bringen, die sich bei jedem Einzelnen unterschiedlich auswirken. Müdigkeit, kein Spaß mehr am Leben, kein Selbstvertrauen, stundenlanges Grübeln, aber auch eine Hemmung der Konzentrationsfähigkeit sind Faktoren, an denen man Depression erkennt. Bei einer ausgeprägten Depression sind sogar einfachste Aufgaben, wie Einkaufen oder die eigene Körperpflege nur mühsam auszuführen. In schlimmen Fällen wie diesen, sind die Betroffenen daher verstärkt auf die Hilfe anderer angewiesen.

Verschiedene Behandlungsmethoden der Depression

Medikamentös können Depressionen nicht geheilt werden, da es sich bei dieser Erkrankung um eine psychische Krankheit handelt und diese psychologisch behandelt werden muss. Um eine Depression zu behandeln, können psychotherapeutische Verfahren eingesetzt werden, wie die Verhaltenstherapie oder die Gesprächspsychotherapie. Bei einer Verhaltenstherapie werden ihre Gedanken bewusst auf das Positive gelenkt und bereits negativ Erlebtes wird zum Positiven verändert. Bei der Gesprächspsychotherapie wird erschwerendes versucht zu bewältigen und Lösungsstrategien werden entwickelt. Der Therapeut unterstützt den Patienten dabei, jedoch muss er selbst bereit dazu sein und der Wille muss vorhanden sein. Etwa 10% der Betroffenen sehen in einem Selbstmordversuch den einzigen Ausweg aus ihrer Depression.

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