Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Posted by Redaktion in Allgemein 07 Jan 2021

Kopfweh ist ein weites Feld: Fachleute unterscheiden über 200 verschiedene Formen. Einfach ein Schmerzmittel einzunehmen ist nicht immer eine gute Lösung. Kopfschmerzen können die verschiedensten Ursachen und Ausprägungen haben. Zu den wichtigsten Arten von Kopfschmerzen  gehören:

  • Was ist eine Migräne?

Als Migräne werden starke Kopfschmerzen mit Übelkeit bezeichnet, die meist relativ plötzlich auftreten und oft halbseitig zu spüren sind. Oft wird die Migräne von Symptomen wie Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Die einzelne Migräneattacke kann von einer so genannten Aura begleitet werden. Dabei kann es zu visuellen, sensiblen, motorischen und gelegentlich auch sprachlichen Funktionsstörungen kommen.

  • Was sind Spannungskopfschmerzen?

Diese Form der Kopfschmerzen kann sowohl episodisch auftreten als auch chronisch bestehen. Die Schmerzen treten im gesamten Kopfbereich auf und haben einen drückenden oder ziehenden Schmerzcharakter. Die leichten bis mittelschweren Schmerzen, die sich bei körperlicher Anstrengung meist nicht verstärken, können sich über einen Zeitraum von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Tagen hinziehen.

  • Was sind Cluster-Kopfschmerzen?

Als Cluster-Kopfschmerzen werden heftigste streng halbseitige Schmerzattacken bezeichnet, welche immer dieselbe Seite des Kopfes betreffen. Täglich können mehrere solcher Attacken auftreten, die wenige Minuten bis einige Stunden andauern. Der Schmerz wird als reißend oder bohrend, gelegentlich auch als brennend empfunden. Begleitet wird er von einer psychomotorischen Unruhe sowie einer Rötung des Auges, einer Verstopfung der Nase und einem tränenden Auge.

Worauf müssen Sie achten?

Kopfschmerzen sind nicht immer gleich. Ganz im Gegenteil: Gerade bei den primären Kopfschmerzen kann der Arzt oft bereits anhand bestimmter Charakteristika sowie der begleitenden Symptome Rückschlüsse darauf ziehen, um welche Kopfschmerzart es sich handelt.

Wenn Sie Kopfschmerzen haben, sollten Sie daher auf einige Punkte achten, um den Beschwerden auf den Grund zu gehen: Wie oft treten die Kopfschmerzen auf? Chronische Schmerzen treten typischerweise an mindestens 15 Tagen im Monat auf, episodische Kopfschmerzen weniger häufig und vorübergehend. Wie lange dauern die Schmerzen üblicherweise an? Wie fühlt sich der Schmerz an? Ist er stechend (wie durch ein Messer verursacht), pulsierend-pochend oder eher dumpf-drückend, als laste ein Gewicht auf dem Kopf? Wo tut es weh? Sind nur bestimmte Abschnitte des Kopfes (zum Beispiel Kopfschmerzen an der Stirn, die Schläfe oder Kopfschmerzen am Hinterkopf oder Kopfschmerzen Augenhöhle) betroffen, tritt der Schmerz immer nur auf einer Seite – auch im Wechsel – auf (einseitiger) oder ist der gesamte Kopf beteiligt (beidseitiger Kopfschmerz)? Was bessert die Symptomatik und was führt zu einer Verschlechterung (zum Beispiel Zunahme der Schmerzen beim Husten, Niesen, Pressen)? Welche Krankheitszeichen treten gemeinsam mit den Schmerzen auf? Dazu können zum Beispiel gehören: Übelkeit und Erbrechen, Sprechstörungen, Sehstörungen oder Lähmungen, Lichtscheu, Nackensteifigkeit oder Fieber.

Wann zum Arzt?

Treten Kopfschmerzen zum ersten Mal auf, verstärkt sich ein bekannter Kopfschmerz oder verändert er sonst seinen Charakter merklich, muss unbedingt ein Arzt eine gefährliche Ursache ausschließen. Auch ein Wirkverlust bislang helfender Medikamente, neu hinzukommende Symptome wie Übelkeit oder Erbrechen, eine Wesensänderung, erst recht Bewusstlosigkeit (Notfall!) bedürfen schnellstmöglich der Diagnose und Therapie. Mit höherem Alter steigt das Risiko eines gefährlichen Kopfschmerzes an, während in jüngeren Jahren Migräne und Spannungskopfschmerz dominieren.

Eine plötzlich veränderte Kopfschmerzsymptomatik sollte immer zum Arzt führen.

Auch bei wiederkehrenden Kopfschmerzen sollte ein Arzt die Ursache klären, bevor man zu Selbsthilfemaßnahmen oder freiverkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke greift.

Bei chronischen Spannungskopfschmerzen können auch Entspannungsübungen, zum Beispiel die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson sowie andere Maßnahmen zur Stressbewältigung dazu beitragen, die Anzahl der Kopfschmerzepisoden zu reduzieren. In meiner Praxis besprechen wir in Ruhe, mit welcher Therapie ich Sie in dieser Thematik unterstützen kann. Bitte rufen Sie mich an 0711 88 77 812 –oder schreiben Sie mir eine Nachricht unter: info@stuttgarter-psychotherapie.de

Gerade auch bei Kindern sind nicht-medikamentöse Maßnahmen wichtig. Kopfschmerzen Hausmittel sind u.a. eine kalte Kompresse auf die Stirn legen oder kühlende Nackenkompressen. Der Duft von Pfefferminzöl oder Lavendelöl kann sich positiv auf die Kopfschmerzen auswirken.

Kopfschmerzen Medikamente der Wahl zur Vorbeugung von häufigen Spannungskopfschmerzen sind auch Antidepressiva wie Amitriptylin. Diese werden nicht eingesetzt, weil vermutet wird, dass die Betroffenen eigentlich depressiv sind, sondern weil sie chronische Schmerzerkrankungen günstig beeinflussen können.

Was sind häufige Auslöser von Kopfweh? Zähne, Augen und Nasennebenhöhlen 

Auch verschiedene andere Erkrankungen können zu Kopfschmerzen führen. Insbesondere sind hier Erkrankungen des Hals-, Kiefer- oder Gesichtsbereiches zu nennen. Aber auch ein starker Bluthochdruck oder ein Sonnenstich können Kopfweh verursachen.

In seltenen Fällen können auch Kurzsichtige, deren Fehlsichtigkeit noch nicht korrigiert ist, unter Kopfweh leiden. Dies wird im Allgemeinen jedoch meist überschätzt. Bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder einer Gebissfehlstellung kann dieses Symptom ebenfalls auftreten.

Gefürchtete Kopfschmerzursache: Hirntumoren

Entgegen der häufigsten Befürchtungen von Patienten mit Kopfschmerzen sind Hirntumoren als Ursache selten. An einen Tumor als Ursache sollte jedoch insbesondere dann gedacht werden, wenn zusätzlich zu den Kopfschmerzen epileptische Anfälle auftreten, eine Wesensänderung beobachtet wird oder wenn es gleichzeitig zu morgendlichem Erbrechen kommt.

Bestehen solche Symptome oder gibt es andere Gründe, die das Vorliegen eines Hirntumors wahrscheinlich erscheinen lassen, wie zum Beispiel ein Krebsleiden in der Vorgeschichte, muss unbedingt eine bildgebende Untersuchung des Gehirns Klarheit schaffen.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –Behandlung verwendet werden. Die Frage, in welchem Bereich sind Kopfschmerzen gefährlich, muss individuell ein Arzt abklären. Dieser Artikel kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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Ihre Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kunsttherapeutin Ute Steinke-Spangenberg aus Stuttgart Degerloch

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