Mein Lebensthema

Mein Lebensthema

Posted by Redaktion in Allgemein, Psychologie 28 Nov 2020

Durch Achtsamkeit das eigene Lebensthema finden

Lebensthema Definition

Der rote Faden, der sich durch das ganze Leben zieht.
Lebensthemen und Muster sind Themen, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Leben ziehen. Es sind
Programme, Einstellungen und Strategien aus unserer Kindheit, mit denen wir heute noch als
Erwachsene leben – ohne diese selbst wahrzunehmen.
Lebensthemen entstehen oftmals innerhalb der ersten 12 Lebensjahre. Dabei geht es um erlebte
Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen in Form von direkten oder indirekten Botschaften,
Umgang mit Konflikten, ungeschriebenen Familienregeln etc. Dies prägt uns als Kind und somit auch
unsere Strategien damit durchs Leben zu gehen.

Lebensthemen Liste:

   Nicht existieren.

Der Mensch glaubt, keine Daseinsberechtigung zu haben oder er versucht, sich diese Existenzberechtigung zu verdienen, indem er gebraucht wird. Demzufolge opfert er seine ganze Zeit und Energie, um anderen zu helfen und zu dienen. Das können die Familie, die Eltern, die Firma sein – oft alle drei Bereiche.

Nicht wichtig sein.

Der Mensch strengt sich enorm an, vermisst aber die angemessene Anerkennung. Kommt diese doch einmal kann er sie nicht annehmen, weil er denkt, dass er sie doch nicht verdient hat. Oder er weist die Anerkennung zurück, weil er glaubt, der andere mache das nur aus Mitleid.

   Nicht dazu gehören.

Der Mensch fühlt sich häufig fehl am Platz, zieht sich schnell allgemein schnell zurück. Glaubt, dass er irgendwie anders sei als andere und deswegen eher störe oder eine Belastung ist.

Nicht erfolgreich sein.

Beruflich wie privat erlebt der Mensch immer wieder, dass er/sie nicht zum Ziel kommt  oder alles gut anfängt und dann einbricht – auch weil er oft zum Scheitern unbewusst beiträgt. Es scheint ihm verwehrt, glücklich oder zufrieden zu werden. Wenn es ihm jedoch gut geht, plagen ihn quälende Schuldgefühle, dass es anderen nicht so gut geht, und er sorgt dafür, dass er doch wieder leidet.

Nicht normal sein.

Der Mensch glaubt, dass er etwas Besonderes ist und erwartet entsprechenden Respekt und pausenlose Anerkennung. Auf Kritik reagiert er massiv gekränkt und schwört Rache. Selbstkritik ist ihm fremd, denn schuld sind immer die anderen oder die Umstände. Trotz seines gewinnenden Wesens kommt man ihm nicht wirklich nahe.

Nicht gut für sich sorgen.

Der Mensch will es oft anderen recht machen und vernachlässigt dabei seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen. In Gruppen oder Beziehungen ordnet er sich schnell unter oder übernimmt unbequeme Aufgaben für andere. Sich angemessen abzugrenzen oder eigene Gefühle und Wünsche zu äußern fällt ihm schwer.

Nicht zufrieden sein.

Der Mensch kann und macht vieles gut, kann sich aber darüber nicht freuen.  Er kritisiert sich selbst, dass er/sie es noch etwas besser hätten machen können. Was er eigentlich beweisen muss und wann es bewiesen wäre, weiß er nicht. Die Fähigkeit zum Fühlen wurde für verlernt oder verboten. Nur das reibungslos Funktionieren – beruflich wie privat – zählt und wird bis zur Perfektion vervollkommnet.

  Nicht erwachsen sein.

Auf den ersten Blick ist der Mensch nett, hilfsbereit und kompetent. Zwei Varianten zeigen das Nicht-Erwachsen-Sein. Übertriebene Anpassung an andere gepaart mit schlechtem Durchsetzungsvermögen und der Scheu vor Verantwortung. Das kann sich durch  unpassende Rebellion gegen „Autoritäten“ und vermeintliche Einschränkungen der persönlichen Freiheit zeigen. In nahen Beziehungen fällt es ihm schwer, erwachsen zu sein und sich auf Augenhöhe zu fühlen. Stattdessen idealisiert er den Partner oder versucht, ihn zu dominieren. Auffällig ist das starke äußere oder innere Gebundensein an die Eltern.

Nicht aggressiv sein.

Der Mensch hat früh gelernt, keinen Ärger zu zeigen, weil das mit Sanktionen belegt war. Sich abzugrenzen oder etwas für sich einzufordern, löst Schuldgefühle und starke Ängste aus. Der aufgestaute Ärger entlädt sich zuweilen trotzdem, was den Menschen noch mehr erschreckt, zu welchen „Gewaltausbrüchen“ er fähig ist. Ein noch stärkeres Kontrollieren der eigenen Aggression ist die Folge.

Nicht besser sein.

Einen Vortrag zu halten oder sich in einem Meeting zu Wort zu melden, löst starke Ängste aus. Der Mensch weiß, dass er/sie auch Kluges zu sagen hätte, aber die Hürde erscheinen unüberwindbar. Sich zu zeigen oder auf seine Leistungen aufmerksam zu machen, ist ihm peinlich. Er hofft darauf, dass man ihn „entdeckt“ und ist neidisch auf andere, die bei schlechterer Performance einen guten Eindruck machen.

Nicht schwach sein.

Der Mensch ist über lange Jahre sehr einsatzbereit, leistet viel und funktioniert perfekt. Dann kommt ein Einbruch, ausgelöst durch eine berufliche, private oder gesundheitliche Krise. Er beginnt an allem zu zweifeln und findet an nichts mehr Gefallen. Fragen wie „Wofür mache ich das alles?“ und „Warum lebe ich?“ tauchen auf und der Mensch hat darauf erst einmal keine Antwort.

   Nicht fühlen.

Der Mensch versucht, sein Leben mit Verstand und Logik zu meistern. Er hat die Angst, von den eigenen Gefühlen überflutet zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden. ( Liste nach R. Kopp-Wichmann)

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Rufen Sie mich in meiner Praxis Psychotherapie Stuttgart an 0711 88 77 812 –oder schreiben Sie mir eine Nachricht unter: info@stuttgarter-psychotherapie.de

Ihre Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kunsttherapeutin Ute Steinke-Spangenberg aus Stuttgart Degerloch

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