Angststörungen und Panikattacken

Angststörungen und Panikattacken

Posted by Redaktion in Allgemein 19 Nov 2020

Angststörungen und Panikattacken

Es gibt kaum einen Menschen, der frei von Angst ist. Bei dem einen sind es ungute Gefühle vor z.B. dem Fahrstuhlfahren, der Dunkelheit oder vor Spinnen, bei dem anderen ist es vielleicht eher die Angst vor dem Alleinsein. Nicht jeder, der Angst als Gefühl kennt, leidet an behandlungsbedürftigen Angststörungen, ernstzunehmenden Phobien oder hat mit Panikattacken zu kämpfen.

Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Formen von Ängsten. Interessant hierbei ist, dass die Angst an sich sogar ursprünglich etwas Positives bewirken will, da der Körper in Gefahrensituationen auf Kampf oder Flucht vorbereitet sein soll. So kann eine gesunde Angst uns sogar das Leben retten.

Verschiedene Faktoren, wie z.B. Genetik, Neurobiologische Prozesse, aber auch traumatische (Kindheits-) Erlebnisse, können nun aber dazu führen, dass die Furcht ein übersteigertes Ausmaß annimmt. Man spricht von einer Angsterkrankung, wenn die Angst das Leben des Betroffenen maßgebend beeinflusst, hemmt und einschränkt. Angsterkrankungen zählen mittlerweile neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sind ernst zu nehmen.

Unterscheidung von Ängsten

Bei der Angst unterscheidet man die Generalisierte Angststörung, bei der anhaltende Sorgen und Ängste viele Lebensbereiche umfassen und die nicht auf bestimmte Situationen beschränkt sind, von den Spezifischen Ängsten oder Phobien, bei denen die Furcht durch bekannte Objekte oder Situationen hervorgerufen werden. Zu den spezifischen Ängsten gehört z.B. die Furcht vor bestimmten Tieren, Höhen oder Spritzen.

Eine weitere Form stellt die Soziale Angststörung (Sozialphobie) dar. Diese Phobie ist eine extreme Form von Schüchternheit, so dass Menschen, die darunter leiden, Angst vor Situationen haben, in denen sie sich von anderen Menschen beobachtet, bewertet und kritisch betrachtet fühlen. Betroffenen ist es fast unmöglich Prüfungen abzulegen, mit Vorgesetzten zu sprechen, vor mehreren Menschen zu reden oder im schlimmsten Falle sogar, andere Menschen überhaupt kennenzulernen. Kommt es zu den angstauslösenden Situationen leiden die Betroffenen unter starkem Schwitzen, Erröten, Zittern, Übelkeit und Wortfindungsstörungen.

Oftmals wissen die Betroffenen, dass ihre Angst im Grunde zu stark und übertrieben ist, sie können jedoch mit der Logik und der Ratio nichts daran ändern und schämen sich oftmals sogar für ihr Empfinden.

Unbehandelt kann eine Angststörung sich immer mehr verselbstständigen und Raum einnehmen, so dass der Betroffene schon eine gewisse “Angst vor der Angst”, also eine ewige Anspannung und Erwartungsangst, in sich trägt. In diesen Fällen werden oftmals Angst auslösende Situationen und Orte vermieden, was den Betroffenen immer mehr in eine Isolation fallen lässt, aus der es sehr schwer ist, sich allein wieder zu befreien. Das gesamte Leben, wie Arbeit, Partnerschaft und Familie kann davon beeinflusst werden.

Bei einer Panikstörung ist der Angstauslöser oftmals gar nicht bekannt.

Wie aus dem Nichts, und oftmals sogar im Ruhezustand, kann es zu plötzlichen Panikattacken kommen, die mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht, wie:

Benommenheit (Gefühl von Watte oder Nebel im Kopf)

Herzrasen

Zittern

Schwitzen

Engegefühl in der Brust oder im Hals

Übelkeit

Hitzewallungen oder Kälte

Todesangst

Taubheits- oder Kribbelgefühle

Atemnot

Die Attacken können wenige Minuten bis einige Stunden andauern und von der Häufigkeit des Auftretens variieren. Betroffene entwickeln oftmals eine extreme Angst vor der Angst, bzw., der nächsten Attacke, so dass sie häufig nicht mehr in der Lage sind, ihren Wohnraum zu verlassen. Ängstlich vermeidende Verhaltensweisen verstärken die Symptomatik oftmals jedoch.

Hilfe/Therapie bei Angststörungen

In meiner Praxis möchte ich Ihnen dabei helfen, Ihren persönlichen Kreislauf der Angst zu durchbrechen. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Denkabläufe Ihrer Angst zu verstehen und vermeidende Verhaltensweisen zu korrigieren. Mit Hilfe einer ausführlichen Anamnese, einer Gesprächstherapie, Elementen der Hypnotherapie und kognitiven Verhaltenstherapie unterstütze ich Sie dabei, Ihren Weg aus der Angst in ein freies, leichteres Leben zu finden – und diesen zu gehen.

Sie haben ein Problem und schon viel versucht?

Wir finden die Lösung dort, wo Sie noch nie gesucht haben.

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Ihre Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kunsttherapeutin Ute Steinke-Spangenberg aus Stuttgart Degerloch